Motorrad Versicherungen Vergleich
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Die Motorradversicherer haben ihre Angebote
völlig umgekrempelt.
Die meisten Versicherungen haben nun für die größeren Maschinen Regionalklassen, längere Schadenfreiheitsrabattstaffeln und mehrere Rabattmöglichkeiten eingeführt, wie bei der Autoversicherung schon lange üblich. |
Motorradfahrer, die aufs Auto umsatteln, bekommen die schadenfreie Zeit angerechnet. |
Das macht die Preise unübersichtlich. In
Gegenden mit wenig Unfällen, in denen
außerdem wenig gestohlen wird, wie im
Regierungsbezirk Weser-Ems, können
Fahrer ein Motorrad jetzt günstiger versichern
als zum Beispiel Fahrer des gleichen
Fahrzeugs in Berlin.
Wir haben anhand eines Modellkunden
die Beiträge von 51 Versicherern für 15
verschiedene Zweiradtypen untersucht,
vom Mofa bis zum schweren Motorrad. Die günstigsten Anbieter im Test sind
auf den nächsten Seiten aufgelistet.
Die Preisunterschiede sind wie vor drei
Jahren gewaltig. Für viele Motorradfahrer
lohnt es sich, den Anbieter zu wechseln. So
zahlt unser Modellfahrer in Frankfurt am
Main im Normaltarif für eine große Maschine über 72 Kilowatt nach einem unfallfreien
Jahr leicht um die 700 Euro im
Jahr für Haftpflicht und Teilkasko. Bei der
Badischen Allgemeinen kostet der gleiche
Schutz nur 323 Euro. Das ist nur knapp
die Hälfte.
Sehr teuer ist überall der Vollkaskoschutz.
Für ein Krad zwischen 38 und 57
Kilowatt nehmen die Versicherungsgesellschaften
nach einem unfallfreien Jahr zwischen
400 und 1 400 Euro im Jahr. Bei
Maschinen über 72 Kilowatt gehen die
Beiträge rauf bis fast 6 000 Euro im Jahr.
Vollkaskoschutz lohnt sich meist nur für
Motorräder mit sehr hohem Wert. Aber
gerade für diese Maschinen ist der Schutz
oft nur schwer oder nur mit Aufschlägen
zu bekommen.
Einheitstarife manchmal günstiger Da die meisten Versicherer den Beitrag
vom Wohnort abhängig machen, mussten
wir uns für einen Modellort entscheiden.
Wir haben Frankfurt am Main gewählt.
Die Stadt liegt bei der Klassierung ungefähr
im Mittelfeld, die Beiträge für Fahrer
aus Frankfurt sind eher günstig.
Neben den Tarifen mit Regionalisierung
gibt es aber auch noch solche mit einheitlichen
Beiträgen. Für Fahrer, deren Wohnort
in eine teure Regionalklasse einsortiert
ist, sind diese oft günstiger. Deshalb haben
wir neben den Beiträgen für das Beispiel
Frankfurt auch Versicherer mit bundesweit
einheitlichem Tarif aufgeführt.
Tipp:
Wechsel. Sie können nach einem Schadensfall,
einer Beitragserhöhung oder
immer einen Monat vor Ende des Versicherungsjahres
(siehe Vertrag) kündigen,
auch bei Saisonkennzeichen.
Günstige Einstufung. Wenn Sie Ihr Motorrad
erstmals bei Ihrem Autoversicherer
als Zweitfahrzeug versichern, bekommen
Sie eine bessere Einstufung in
der Schadenfreiheitsklasse. Fahranfänger
erhalten oft über den Versicherer Ihrer
Eltern eine bessere Einstufung. Vergleichen
Sie den Beitrag mit den Tarifen
günstiger Anbieter.
Rabatte. Beschäftigte des öffentlichen
Dienstes erhalten oft Nachlass. Die Versicherer
belohnen zum Beispiel Kundentreue,
Wohneigentum, eine Garage
und mehrere Verträge.
Saisonkennzeichen. Fahren Sie nur im
Sommer, ist ein Saisonkennzeichen
günstig. Um in der Schadenfreiheitsrabattstaffel
aufzusteigen, müssen Sie
es mindestens sechs Monate anmelden. |
Auch die Schadenfreiheitsrabatte gestalten
die Versicherer unterschiedlich. Mal
werden Anfänger in der Haftpflichtver- sicherung mit 210 Prozent eingestuft, mal
mit 100 Prozent. Fahrer mit Schadenfreiheitsklasse
10 stuft der eine Versicherer bei
50 Prozent ein, ein anderer bei 25 Prozent.
Doch der Prozentsatz allein sagt nichts über den Beitrag aus.
Die Bruderhilfe nimmt in der Haftpflicht
nach einem unfallfreien Jahr nur 50
Prozent des Grundbeitrags für eine Maschine
bis 72 Kilowatt. Das sind 157 Euro.
Sie nimmt 25 Prozent nach zehn schadenfreien
Jahren. Das sind 78 Euro.
Die Badische Allgemeine nimmt nach
zehn Jahren unfallfreiem Fahren zwar 50
Prozent. Trotzdem kostet das den Kunden
mit 77 Euro ein bisschen weniger als die 25
Prozent der Bruderhilfe.
Einige Versicherer haben keinen 100-
Prozent-Beitragssatz mehr. Sie springen
zum Beispiel von 125 Prozent in Klasse 0
direkt zu 60 Prozent in Klasse 1 in der
Haftpflicht.
Wir haben deshalb für alle Versicherungsgesellschaften
den Beitrag erhoben,
den Kunden nach einem schadenfreien
Jahr zahlen müssen.
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