Kettenschaltung
Als Kettenschaltung bezeichnet man bei Fahrrädern ein mechanisches Getriebe, bei dem mehrere Zahnkränze nebeneinander angeordnet sind und durch Verschieben der Antriebskette verschiedene Gänge eingelegt werden können. Die Vorteile der Kettenschaltung liegen in dem einfachen Aufbau, niedrigen Gewicht und einem hohen Wirkungsgrad (im Vergleich zur Nabenschaltung). Nachteile sind eine kurze Lebensdauer, hoher Wartungsbedarf und Verschmutzungsrisiko für den Fahrradfahrer.
Das Schaltwerk bewegt sich etwa im Winkel der Zahnkränze und stellt so sicher, daß immer etwa der gleiche Abstand zwischen oberem Schaltungsrädchen und Kranz existiert. Wenn der Winkel der Schaltung (üblich sind ca. 25°) zu sehr vom Winkel des Zahnkranzpaketes abweicht, kommt es zu unsauberem Schalten. Die Geometrie sog. 'Long cage' Schaltungen ist anders als die der reinen Rennradschaltungen.
Eine Ausnahme sind die seit einigen Jahren üblichen Rennräder mit vorn 3 Kettenblättern - aber hinten fein abgestuften Zahnkranzpaketen. Dafür sind spezielle Schaltwerke mit mittellangem Käfig erhältlich. Die 3 Systeme sind untereinander nicht oder nur bedingt kompatibel.