Bei Treibstoffen werden Additive zugegeben, um verschiedene Eigenschaften zu verstärken oder zu verbessern, wie z.B. bei Benzin als Bleiersatz (anstelle von Tetraethylblei) für ältere Ottomotoren oder die Temperaturfestigkeit bei Diesel (siehe Winterdiesel). Diese Additive werden von den Mineralölgesellschaften zu den Treibstoffen, wie sie in einer Raffinerie hergestellt werden, zugemischt. Den an Tankstellen vertriebenen Kraftstoffen werden oft auch Farbstoffe beigemischt, die den Flüssigkeiten die jeweilige Markenfarbe des Mineralölkonzerns geben.
Bei neueren Dieselmotoren (im LKW Bereich) wird AdBlue als Additiv bei der Verbrennung hinzu gegeben, um die gesundheits- und umweltgefährdenden Schadstoffemissionen drastisch zu reduzieren. So können die strengen Normen der Euro 4 erfüllt werden.
Additive für Schmieröle sollen deren tribologische Eigenschaften verbessern: - Verschleißminderer (Anti Wear) - Antioxidantien (verhindern Ölalterung) - Viskositätsverbesserer (VI Improver) - Antischaum-Additiv - uvm. Die Additive werden dem Grundöl beigemischt (bis zu 15%). Bei Getriebeölen sind sie für bestimmte Zwecke, z.B. zur Erhöhung der Druck- und Scherfestigkeit unerlässlich.