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Motorrad Reisen: Länder Informationen für Benin

Benin

Benin (frz.: Bénin) ist ein Staat in Afrika. Benin grenzt an Nigeria, Niger, Burkina Faso, Togo und im Süden an den Golf von Guinea, genauer die Bucht von Benin. Bis 1975 hieß das Land Dahomey, nach dem historischen Königreich Dahomey, das bis zur Eroberung durch die Franzosen Ende des 19. Jahrhunderts etwa den südlichen Teil des modernen Staates und des Nachbarstaates Togo umfaßte. Dann wurde es in Benin umbenannt - der Name bezieht sich auf das vom 13. bis zum 19. Jahrhundert existierende schwarzafrikanische Königreich Benin, das allerdings zum größten Teil auf dem Gebiet des heutigen Nigeria lag.

Nationalfeiertag ist der 1. August.

Geographie

Die geographische Lage ist zwischen 6° 25' und 12° 30' nördlicher Breite sowie 0° 45' und 4° östlicher Länge.

Ausdehnung: Nord-Süd 650 km, West-Ost 320 km

Die Landesgrenzen belaufen sich auf gesamt 1.989 km, zu Burkina Faso 306 km, zu Niger 266 km, zu Nigeria 773 km und zu Togo 644 km.

Die Länge der Küste ist 121 km.

Landschaftsbild

Hinter den Lagunen der Küste steigt das Land zu einer fruchtbaren, intensiv landwirtschaftlich genutzten Ebene an, an die sich - als Fortsetzung des Togo- Gebirges - die Atakora-Berge anschließen. Die nordöstliche Ebene senkt sich zum Tal des Niger-Flusses ab.

Der höchster Berg ist der Mont Tanekas in der Atakora-Kette mit einer Höhe von 641 m ü. NN. Die Landesfläche beträgt 112.622 km² (Weltrang 100), davon 30 % Wald, 12 % Ackerland, 4 % Wiesen und Weiden

Städte

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Cotonou 690.584 Einwohner, Abomey-Calavi 385.755 Einwohner, Porto Novo 234.168 Einwohner, Parakou 163.753 Einwohner, Djougou 85.519 Einwohner, Bohicon 82.901 Einwohner und Natitingou 80.892 Einwohner.

Bevölkerung

2004 wurde die Bevölkerung auf 7 250 000 Einwohner festgestellt, wovon die Mehrheit in der landwirtschaftlich Künstenregion und im c.a. 200 km. ins Landesinnere reichende Gebiet liegen. Tendenz steigend ( 1998 5 700 000 )

Ethnische Gruppen

Es gibt in Benin über 60 Sprachgruppen. Etwa 60% der Gesamtbevölkerung gehören der Sprachgruppe der Ewe an, davon 45% der Sprecher der Fon, 16% sind Bariba, 9% Sprecher von Atakora-Sprachen (pejorativ Somba] genannt)und 7% Yoruba.

Sprache

Neben französisch werden noch an die 90 afrikanischen Sprachen und Dialekte, vor allem die der Kwa- Gruppe gesprochen (z.B. Fon, Adja, Gun, Yoruba, Mina, Bariba, Dendi, Hausa, Fulani, Aizo, Pedah u.a.).

Religion

70 % der Bevölkerung orientieren sich vor allem an Naturreligionen Voodoo, 15% (im Süden) sind christlich und ebenfalls weitere 15% (vor allem im Norden) muslimisch.

Geschichte

Für 1970 waren Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geplant. Die Uneinigkeit der Politiker aus dem Norden und Süden des Landes und die Angst vor einem Bürgerkrieg führten dazu, dass diese Wahlen am 3. April 1970 annulliert wurden. Die Kandidaten (Apithy, Maga, Ahomadegbé-Tomêtin und Zinsou) verhandelten daraufhin und vereinbarten einen dreiköpfigen Präsidialrat, dessen drei Mitglieder sich an der Staatsspitze ablösen sollten. Diesem gehörten die bereits genannten Apithy, Maga und Ahomadegbé- Tomêtin an. Am 24. April 1970 einigten sich die drei darauf, dass Maga die erste zweijährige Amtsperiode übernehmen solle. Maga löste de Souza am 7. Mai 1970 als Präsident ab. Ahomadegbé-Tomêtin übernahm am 7. Mai 1972 wie vereinbart die zweite Amtsperiode. Die Regelung wurde hinfällig, als am 26. Oktober 1972 der Major Mathieu Kérékou putschte und das Trio bis 1981 inhaftieren ließ.

1972 bis 1991

Unter Kérékou schlug das Land einen marxistisch-leninistischen Kurs ein und pflegte enge Beziehungen zur Sowjetunion, das Land wurde in eine Volksrepublik umgewandelt. Mit der Parti de la révolution populaire du Bénin (PRPB) wurde eine neue Einheitspartei gegründet. Der Mode der Zeit folgend wurde das Land im Dezember 1975 in Benin umbenannt. Anfang 1977 scheiterte der Versuch einer Gruppe von Söldnern unter Führung von Bob Denard, Kérékou zu stürzen (Denard wurde deshalb 1993 in Paris zu fünf Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt). Am 26. August 1977 erhielt das Land eine neue Verfassung. Unter den gegebenen Bedingungen war die Bestätigung Kérékous als Präsident in den Wahlen von 1979, 1984 und 1989 reine Formsache.

Seit Mitte der 1980er Jahre reduzierte die Sowjetunion ihre Zuwendungen an ihre Verbündeten in der Dritten Welt, was auch für Benin Folgen hatte. Mit der Auflösung des Ostblocks orientierte sich Kérékou neu und führte bis 1991 ein Mehrparteiensystem ein. Nach Unruhen wegen der schlechten Wirtschaftslage wurde Ende 1989 eine Nationalkonferenz einberufen. Am 9. März 1990 wurde ein Rat (Haut Conseil pour la République) als provisorisches oberstes Organ der Legislative gebildet. Diesem Rat gehörten die ehemaligen Staatsoberhäupter Maga, Ahomadegbé-Tomêtin, Congacou und Zinsou an. Sie ernannten den ehemaligen Direktor der Weltbank Nicéphore Dieudonné Soglo zum Premierminister einer Übergangsregierung.

Bei den Wahlen im März 1991 wurde Kérékou von Soglo geschlagen, der sein Amt am 4. April 1991 antrat. Gegen Ende seiner Herrschaft hatte er sich bereits vom Sozialismus abgewandt und erste Schritte zu einer Marktwirtschaft unternommen.

Seit 1991

Seit 1991 kann Benin trotz gelegentlicher Unstimmigkeiten bei Wahlen als Demokratie gelten, 1996 wurden rund 80 zugelassene Parteien gezählt. In den Wahlen vom April 1996 konnte sich wiederum Kérékou mit 52,49% der Stimmen gegen Soglo durchsetzen. 2001 gewann er ein weiteres Mal, wobei es Vorwürfe von Wahlfälschung gab. Ausländische Wahlbeobachter sprachen von Unstimmigkeiten, gingen aber davon aus, dass sich der Wählerwillen im Ergebnis wiederspiegelte. Im März 2003 konnten die Kérékou unterstützenden Parteien die Mehrheit im Parlament gewinnen. Der Verfassung entsprechend kann Kérékou 2006 nicht wieder als Präsident antreten.

Politik

Die Nationalversammlung von Benin hat 83 Abgeordnete und wird alle vier Jahre gewählt. Präsidentschaftswahlen finden aller 5 Jahre statt. Es ist ein Mehrparteinsystem.

Kultur

Am 9. April 2005 zelebrierte im Stadion von Natitingou in der Provinz Atakora im Nordwesten Benins in Anwesenheit der deutschen Ministerin für Entwicklung und Zusammenarbeit Heidemarie Wieczorek- Zeul Benin als erster afrikanischer Staat öffentlich und offiziell das Ende der Beschneidung von jungen Mädchen.

Bereits 2003 war die weibliche Genitalverstümmelung in Benin verboten worden. In der Feier präsentierten über 200 ehemalige Beschneiderinnen ihr teilweise archaisches Handwerkszeug, das nicht wenigen Opfern das Leben gekostet und Unzähligen lebenslange Leiden eingebracht hatte.

Verwaltungsgliederung

Benin gliedert sich in zwölf Departements (in Klammern die Hauptstadt):

Alibori (Kandi), Atakora (Natitingou), Atlantique (Ouidah), Borgou (Parakou), Collines (Savalou), Couffo (Dogbo-Tota), Donga (Djougou), Littoral (Cotonou), Mono (Lokossa), Ouémé (Porto Novo), Plateau, (Sakété) und Zou (Abomey).

Die Departements unterteilen sich in 77 Kommunen, die wiederum in Arrondissements und schließlich in Dörfer oder in Stadtbezirke geteilt sind.

 

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