Verwenden Sie einen wirksamen Mücken- und Insektenschutz
Halten Sie die Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene konsequent ein
Keine ungeschützten Intimkontakte, immer Kondome benutzen
Nicht in tropischen Gewässern baden
Nicht barfuss laufen
Schützen Sie sich umfassend gegen Sonne und Hitze
Stellen Sie vor Beginn der Reise eine Reiseapotheke zusammen
Tabletten zur Malariaprophylaxe konsequent einnehmen
Adresse der Botschaft / des Konsulates vor Ort für Notfälle mitführen
Lassen Sie sich vor der Reise individuell reisemedizinisch beraten und treffen Sie vorbeugende Massnahmen (z.B. Impfungen und Malaria-Prophyla
Planung:
Lege die wahrscheinliche Reiseroute und Alternativen möglichst im voraus fest.
Informieren dich anhand einschlägiger Reisebücher umfassend über die zu erwartenden lokalen Verhältnisse (inklusive Klima, Regenzeiten, Monsun, Höhenangaben usw.).
Vor jeder längeren Reise in tropische Gebiete wird eine ärztliche Begutachtung deines Gesundheits- und lmpfungszustandes inklusive Zahnarztkontrolle dringend empfohlen, . Melde dich sechs bis acht Wochen vor Reiseantritt bei deinem Arzt zur Beratung an, und bringen dazu die detaillierte Reiseroute, Impfausweis und deine Fragen mit. Reisende mit besonderen Risikofaktoren (HIV-Positivität, Lungenkrankheit, Epilepsie, Diabetes, Einnahme von Dauermedikamenten, Schwangere) sollten ihre spezifische Situation besonders sorgfältig prüfen.
Impfungen und Prophylaxe:
Nehme die für die geplanten Reiseländer empfohlenen Impfungen vor. Für alle Entwicklungsländer benötigst du einen für die Dauer der Reise ausreichenden Impfschutz gegen Starrkrampf, Diphtherie und Kinderlähmung (lmpfschutzdauer ab letzter Impfung zehn Jahre).
Die durch Steckmücken in der Dämmerungszeit übertragene Malaria ist in vielen tropischen Ländern ein ernsthaftes Risiko für Reisende. Vor der Abreise in bedrohte Länder ist eine fundierte Beratung über die medikamentösen und nichtmedikamentösen Vermeidungsstrategien, frühzeitige Erkennung und Notfallbehandlung einer Malaria unerlässlich. In besonders gefährdeten Regionen (Afrika, Indien, Papua-Neuguinea und andere mehr) ist nebst wirksamem lnsektenschutz (Antimückenmittel, Mückennetze, lange Kleidung) die Einnahme eines rezeptpflichtigen Medikamentes zur Prophylaxe zwingend! (Achtung Anti- Malaria Medikamente machen Depressiv...) Für andere Gebiete wird dir der Arzt ein Medikament für den Notfall einer vermuteten Malariaerkrankung verschreiben. Besondere Beachtung verdient die Malariavorbeugung bei Langzeitaufenthaltern und bei wiederholten Einreisen in Malariagebiete. Eine kompetente fachärztliche Beratung (eventuell in einem spezialisierten Zentrum) und ein individuelles Vorgehen helfen, das Risiko zu verringern.
Die Impfung gegen die vielfach durch Trinkwasser übertragene Hepatitis A ist bei einem längeren Aufenthalt in ländlichen Gebieten unter einfachen hygienischen Verhältnissen in Afrika, Asien, Lateinamerika, aber auch entlegenen Gebieten Osteuropas, angezeigt. Für längere und erneute Reisen wird nach sechs bis zwölf Monaten eine einmalige Auffrischungsimpfung empfohlen. Bereits an Hepatitis A erkrankte Personen sind gegen die Krankheit immun.
Unbedingt empfohlen wird dem Langzeit-Tramper in tropischen Ländern die Hepatitis- B- lmpfung. Mit drei Grundimpfungen (Wiederholung nach einem und sechs Monaten) wird ein guter Schutz vor der manchmal folgenschweren, durch Blut (auch Blutspuren bei Tätowierungen, Akupunktur, ungeschütztem Geschlechtsverkehr) übertragenen Krankheit erreicht. Bereits Geimpfte benötigen je nach individueller Antikörperkonzentration eine Auffrischimpfung.
Die Typhus-Schluckimpfung wird allen Rucksack-Touristen mit tropischen Reisedestinationen empfohlen (in jedem Fall vor Beginn einer eventuellen Malaria-Chemoprophylaxe!) und schützt während maximal drei Jahren.
Für Ziele im nördlichen Südamerika und im tropischen Afrika ist die Gelbfieberimpfung obligatorisch, vor allem wenn man unbehelligt (Quarantäne!) in nicht betroffene Länder weiterreisen will. Ein Nachweis durch einen beglaubigten internationalen Impfausweis ist notwendig.
Die Hunde-Tollwut ist in den meisten Entwicklungsländern weitverbreitet. Die Tollwutimpfung vor Ausreise (drei Impfungen während eines Monats) schützt allerdings nur teilweise. Nach einem verdächtigen Biss sind daher weitere Impfungen notwendig. Angesichts des immer tödlichen Ausgangs einer manifesten Tollwuterkrankung und der oft eingeschränkten lmpfmöglichkeit vor Ort wird dringend die Impfung vor Abreise empfohlen.
Sahelzone, Indien, Nepal, Brasilien: Eine einmalige Impfung schützt zwei Jahre vor A- und C-Meningitis (epidemische Hirnhautentzündung).
Ost- und Südostasien (China, Japan, Korea, Nepal, Burma, Indien, Thailand, Vietnam, Laos und Kambodscha): Drei Impfungen im Laufe eines Monats schützen für ungefähr vier Jahre vor japanischer Enzephalitis, einer durch Mücken übertragenen, zum Teil tödlich verlaufenden Nerven- und Hirnhautentzündung.
Unter anstrengenden Reisebedingungen und bei engem (Haushalts-) Kontakt mit der Bevölkerung steigt die Gefahr einer Tuberkuloseansteckung. Eine Mantoux- Probe vor und nach der Reise kann gegebenenfalls sinnvoll sein.
Stellen Sie eine geeignete Reiseapotheke zusammen, die Sie gegen Notfälle wie Schmerzen, Reisekrankheit, Wundversorgung usw. wappnet. Tragen Sie dabei Ihrer beschränkten Transportkapazität Rechnung. Besorgen Sie nach Bedarf auch Desinfektionsmittel für Trinkwasser (z. B. MicropurTM). Nutzen Sie das Know-how anderer (erfahrene Traveller, Spezialisten in Reiseausrüstungsgeschäften, für medizinische Belange Arzt oder Apotheker). Schützen Sie sich bei allfälligen flüchtigen Sexualkontakten vor Schwangerschaft, Geschlechtskrankheiten und Aids durch die Verwendung von Qualitätskondomen. Nehmen Sie daher - bei möglichem Bedarf - genügend mit.
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