Motorrad Reisen: Motorrad Tipps und Checkliste
Enduro
Als Enduro (von englisch :endurance = Ausdauer), deutsch: Geländemotorrad, wird ein geländegängiges (grobstolliges Reifenprofil, lange Federwege) Motorrad mit Straßenzulassung und den dafür notwendigen Sicherheitseinrichtungen bezeichnet.
Die Sitzposition ist aufrecht mit bequemem Kniewinkel, wobei Motorradfahrer mit geringer Körpergröße aufgrund der hohen Sitzposition Probleme mit dem sicheren Stand haben. Die Enduro besitzt eine vergleichbare Fahrwerksgeometrie wie Motocrossmaschinen, ist jedoch von der Leistungscharakteristik her stärker auf Langstrecke bzw. Ausdauer ausgelegt als auf Geschwindigkeit und Leistung.
Ursprünglich entstanden die Enduros durch einfache Umbauten von Straßenmotorrädern. Durch eine hochgelegte Auspuffanlage und stärker profilierten Reifen wurde die notwendige Geländegängigkeit erzielt. Aufgrund des Wettbewerbes im Endurosport und im verwandten Motocross wurden die Maschinen immer spezieller an die Anforderungen auch des härtesten Geländes (Steilauf- und abfahrten, Fluss- und Schlammdurchfahrten) angepasst. Neben den speziell für den Endurosport angepassten Wettkampfmotorrädern (z. B. KTM 525 EXC Racing, Husqvarna TE 510) entstanden durch die Motorradhersteller weitere Abarten von Enduromaschinen, die mehr oder weniger für Fahrten im Gelände geeignet sind. Als Meldefahrzeuge werden Enduros auch militärisch eingesetzt. Eine dieselbetriebene Enduro wird auf der Basis der Kawasaki KLR 650 angeboten.
Arten von Enduros
- Sportenduro/Hardenduro entsprechen weitestgehend den Wettkampfmotorrädern und sind meist durch geringere Veränderungen an eine alltägliche Nutzung angepasst (z. B. Elektrostarter) (z.B. Yamaha WR 450 F, KTM LC 4 640 Enduro)
- Reiseenduros sind an längere Motorradtouren angepasste Enduros, meist mit größerem Tank, geringerem Federweg, geänderte (längere) Getriebeübersetztung (ausgelegt für Langstrecken) mit 5. und 6. Gang, Anbaumöglichkeit von Koffern, Windschutz, etc., haben dadurch aber auch ein höheres Fahrgewicht. Dazu zählen u.a. Aprilia ETV1000 Caponord, BMW R100 GS bis R1200 GS, KTM LC8 950 Adventure, KTM LC4 640 Adventure, Honda Varadero 1000, Suzuki V-Strom 650 und 1000, Triumph Tiger, Yamaha XTZ 660 Ténéré, usw. Viele heutzutage angebotenen Reiseenduros sind nur noch eingeschränkt geländetauglich, da bei diesen mehr Wert auf Komfort und Straßenverhalten gelegt wurde. Damit wurde dem Trend Rechnung getragen, dass die Straßenenduros überwiegend auf Straßen und in seltenen Fällen auf unbefestigten Wegen eingesetzt werden.
- Rallyeenduros sind Wettkampfenduros, die speziell für Langstreckenrallyes (z. B. Paris-Dakar) entwickelt wurden. Sie besitzen das entsprechend verstärktes und modifiziertes Fahrwerk einer Sportenduro, ein großes Tankvolumen, Windschutz und Navigationssystem.
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